Allergie gegen Katzen

Etwa neun Prozent der in Deutschland lebenden Menschen leiden unter einer Tierhaarallergie. Besonders hart trifft es dabei diejenigen, die gerne Umgang mit Tieren pflegen oder selber Tiere halten.

Auslöser der Katzenhaarallergie

Entgegen dem weitverbreiteten Irrglauben, dass die Haare des Tieres eine Allergie auslöst, ist es im Falle der Katzenhaarallergie hingegen so, dass nicht die Haare selbst Auslöser der Allergie sind, sondern bestimmte Proteine, die im Speichel einer Katze vorhanden sind und durch das regelmäßige Säubern des Fells somit auch an diesem haften. Dieses Protein wird Fel d 1 genannt und setzt sich durch seine geringe Masse sehr schnell in Möbeln und Kleidung fest.

Symptome einer Katzenhaarallergie

Die Symptome einer Katzenhaarallergie sind vielseitig. Die Katzenhaarallergie beginnt meist mit Schnupfen, der sich jedoch schnell zu einem allergischen Asthma ausweiten kann. Meist gehen auch gerötete, brennende Augen mit einher. Bei Kratzern, die von Katzen stammen, bilden sich oftmals kleine Quaddeln (Nesselsucht), die Hautstelle rötet sich und fängt an zu jucken. Bei ständigem Kontakt mit Katzen kann es zu Ekzemen kommen.

Diagnose

Ob bereits eine Katzenhaarallergie besteht, lässt sich recht leicht durch einen Allergietest ermitteln. Beim Pricktest beispielsweise wird ein Allergieextrakt auf den Arm geträufelt, dann wird die Haut an dieser Stelle mit einer Nadel eingeritzt. Wenn sich nach 15 bis 20 Minuten die getestete Stelle rötet und anfängt, zu jucken, liegt in der Regel eine Allergie vor. Man kann eine Katzenhaarallergie allerdings auch durch eine Blutuntersuchung nachweisen. Dabei wird das Blut auf Antikörper gegen die Allergene (in diesem Fall Fel d 1) getestet.

Verlauf der Allergie

Zu Beginn einer Katzenhaarallergie steht oft ein leichter Schnupfen mit regelmäßigen Niesattacken. Kann der Betroffene den Allergenen nicht aus dem Weg gehen (zum Beispiel weil er sein Haustier nicht abgeben möchte), entwickelt sich in vielen Fällen ein allergisches Asthma, welches unbehandelt tödlich enden kann. Um dieser schwerwiegenden Erkrankung vorzubeugen, gibt es jedoch einige Verhaltensregeln für Betroffene.

Vorbeugung

Ist erst einmal eine Katzenhaarallergie diagnostiziert worden, ist es sinnvoll für den Betroffenen bestimmte Maßnahmen zu treffen, um gegen die allergischen Reaktionen vorzubeugen. An oberster Stelle steht die Vermeidung des Kontaktes mit dem entsprechenden Allergen. Man sollte also keinerlei Haustiere mehr in der Wohnung, vor allem aber nicht im Schlafzimmer, halten. Kann der Betroffene sich nicht von seinem Tier trennen, ist es nötig, ganz besonders auf die Hygiene im Haushalt zu achten. Regelmäßiges Händewaschen, Bettwäschewechsel sowie tägliches Saugen und Wischen sind hier von größter Wichtigkeit.

Therapien

Sollten bereits allergische Reaktionen bestehen, ist es notwendig, ein Antihistaminikum zu besitzen, welches im Notfall (bei Atemnot beispielsweise) eingesetzt werden kann. Für die Behandlung von Hautreaktionen eignen sich besonders gut Dexpanthenol oder Harnstoff-Präparate.

Bei einer Hyposensibilisierung hingehen steht nicht die Behandlung von Symptomen und die Vermeidung der Allergen im Vordergrund, eher das Gegenteil ist der Fall. Über einen längeren Zeitraum (meist drei Jahre) wird der Körper immer wieder gezielt den Allergenen ausgesetzt. Es wird ein standardisiertes Allergenpräparat gespritzt, wobei jedes Mal die Dosis erhöht wird. Es dürfen dann keine Medikamente zur Besserung der Symptome eingenommen werden, damit der Erfolg der Hyposensibilisierung nicht gefährdet wird. Die Kosten hierfür trägt im Normalfall die Krankenkasse.

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