Was ist eine Allergie?

Eine Allergie liegt immer dann vor, wenn das Immunsystem ausgesprochen heftig auf bestimmte Stoffe ragiert, die im Grunde für den Körper völlig harmlos sind. Warum manche Menschen allerdings so heftig reagieren, ist bis heute wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Allergische Reaktionen wie Husten, Schnupfen oder Hautausschlag sind die unschönen Folgen, die für den Betroffenen äußerst unangenehm sind und die Lebensqualität deutlich einschränken. Aus diesem Grund versuchen Betroffene natürlich, die Allergie zu bekämpfen – Ärzte wenden in diesem Fall die sogenannte Hyposensibilisierung an.

Mögliche von Allergien betroffene Organe

Grundsätzlich unterscheidet man vier Organe, die von Allergien betroffen sein können: die Augen, die Haut, die Atmungswege oder auch das Verdauungssystem. Die am häufigsten vorkommenden Allergien sind Heuschnupfen, Tierhaarallergie oder Hausstaubmilbenallergie. Da die Symptome sich bei den meisten Allergien ähneln, ist es zunächst anhand von verschiedenen Tests wichtig, herauszufinden, um welche Art der Allergie es sich handelt. Auf die gängigsten Allergien soll im Folgenden näher eingegangen werden.

Heuschnupfen Allergie

Der Heuschnupfen wird durch Blütenpollen ausgelöst – eine ganz unterschiedliche Anzahl an Bäumen, Sträuchern, Gräsern oder Kräutern kann die Symptome eines Heuschnupfens auslösen. Birke, Hasel und Erle sind die Bäume, welche bei den meisten Menschen einen Heuschnupfen auslösen. Der sogenannte Pollenflugkalender zeigt an, welche Pollen zu welcher Zeit in der Luft verteilt sind und wann mit den typischen Symptomen zu rechnen ist. Eine verstopfte oder auch eine fließende Nase, häufiges Niesen und gerötete Augen sind übrigens die Symptome, welche bei einem Heuschnupfen am häufigsten auftreten.

Blütenstaub kann immerhin bis zu 300 Kilometer weit fliegen – sich vor dieser Art der Allergie zu schützen, ist also nahezu unmöglich. Bei schlechtem Wetter und andauerndem Regen übrigens sind die Pollen nicht ganz so aggressiv; in diesen Zeiten fühlen sich die Betroffenen meist deutlich besser. Im schlimmsten Fall kann sich der Heuschnupfen zu einer Art Asthma entwickeln. Wenn die Bronchien angegriffen werden und eine Atemnor vorliegt, ist diese Art der Allergie besonders gefährlich.
Die Symptome des Heuschnupfens kann man mit bestimmten Medikamenten durchaus lindern. Um diesen jedoch ganz loszuwerden, empfiehlt sich die sogenannte Hyposensibilisierung. Bei dieser Behandlung wird dem Patienten, meist in Form von Spritzen, das sogenannte Allergen unter die Haut gespritzt. Allerdings ist diese Form der Behandlung recht langwierig – bei den meisten Patienten wird die gewünschte Wirkung erst nach mehreren Jahren erreicht.

Tierhaarallergie – Allergie gegen Tierhaare

bigstock-Infant-And-Dog-27731Die Tierhaarallergie ist ebenfalls eine weit verbreitete Form der Allergie. Besonders für Tierfreunde ist diese recht ärgerlich, denn ein Haustier zu halten, ist meist unmöglich, wenn man von der Tierhaarallergie betroffen ist. Auch bei dieser Form der Allergie reagieren die Patienten meist mit Schnupfen oder geröteten Augen. Katzen und Meerschweinchen sind die Tiere, auf welche am häufigsten allergisch reagiert wird, Hunde wiederum lösen eher seltener Allergien aus.
Einzige Möglichkeit, den Symptomen der Tierhaarallergie zu entgehen, ist es, sich wenn möglich von den Tieren fernzuhalten.

Allerdings gestaltet sich dieses recht schwierig, da die Allergene sich schnell verbreiten. Man muss nicht zwingend mit dem Tier in Berührung kommen – häufig reicht es bereits, wenn etwa ein Arbeitskollege an Kleidungsstücken Tierhaare hat – bei besonders hartnäckigen Allergien löst auch dieses bereits die gefürchteten Symptome aus.
Um die Symptome zu behandeln, gibt es diverse Sprays, Tabletten oder Augentropfen. Um die Krankheit jedoch gezielt zu bekämpfen, kommt man auch bei einer Tierhaarallergie nicht um eine Hyposensibilisierung herum. Während dieser Zeit allerdings dürfen keinerlei Medikamente eingenommen werden, welche die Symptome lindern.

Hausstaubmilbenallergie

Von einer Hausstaubmilbenallergie sind etwa 25 Prozent aller Patienten betroffen. Damit ist dies die zweithäufigste Allergie überhaupt. Betroffene sind gegen die Kotballen der Milben überempfindlich, welche man in jedem Haushalt antrifft. Vor allem in Betten und Matratzen sind diese vielfah vorhanden. Im Gegensatz zu einer Pollenallergie also haben es jene Patienten besonders schwer, denn die Milben gibt es natürlich das ganze Jahr über. Hier hilft nur peinlichste Sauberkeit – die Betten sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, denn nur dann sterben die Milben ab. Mittlerweile gibt es im Handel übrigens spezielle Bezüge für Allergiker, die in der Regel sehr gut helfen.

Die Hausstaubmilbenallergie kann man im Zweifelsfall daran erkennen, dass sich die Symptome wie eine laufende Nase oder Niesattacken in den Morgen- oder Abendstunden verschlimmern.

Nahrungsmittelallergie

Etwa fünf bis sieben Prozent der deutschen Bevölkerung sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen. Abzugrenzen ist diese allerdings von der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Schalentiere, Milch, Fisch und Sojabohnen sind die Nahrungsmittel, welche am häufigsten diese Form der Allergie auslösen. Auch diese äußert sich meist durch tränende Augen, eine laufende Nase oder häufiges Niesen. Kinder sind von dieser Art der Allergie übrigens weitaus häufiger betroffen als Erwachsene. Gut kann man die Symptome dieser Allergie umgehen, indem man einfach die bestimmten Nahrungsmittel meidet – allerdings ist auch bei dieser Allergie eine Hyposensibilisierung durchaus möglich.